Pflasterführerschein in den Kindertagesstätten Schatzkiste und Regenbogen


„Wir sind alle da oben runtergefallen. Wir brauchen einen Krankenwagen für uns alle!“, erklärten die Kinder, als die
Kitaleitungen am Ende des Kurses den Raum betraten. Stolz präsentierten sie ihre Verbände an Armen und Beinen, zeigten die Pflaster an ihren Fingern und demonstrierten, wie ein Notruf abgesetzt wird.

Am 25. und 26. März nahmen insgesamt 25 künftige Schulkinder aus den Kindertagesstätten Schatzkiste und Regenbogen am sogenannten „Pflasterführerschein“ teil. Dabei handelt es sich um ein Angebot des Deutschen Roten Kreuzes zur kindgerechten Heranführung an die Erste Hilfe.

Als Referentin begleitete Hannah Hau vom DRK-Kreisverband Gelnhausen- Schlüchtern den Kurs. Die Kinder übten unter anderem das Zuschneiden und Anbringen von Pflastern für Fingerkuppen sowie das Anlegen von Verbänden an Armen und Beinen. Darüber hinaus wurden auch wichtige Verhaltensweisen in Notfallsituationen thematisiert. So lernten die Kinder, wie sie reagieren können, wenn eine Person bewusstlos ist, und wurden mit der stabilen Seitenlage vertraut gemacht, die sie anschließend auf dem Boden praktisch erprobten. Dabei zeigte sich, dass sie mit der richtigen Technik auch Erwachsene in diese möglicherweise lebensrettende Position bringen können. Jedes Kind übernahm dabei sowohl die Rolle der erkrankten Person als auch die des Ersthelfers.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem richtigen Absetzen eines Notrufs. Einige Kinder kannten die Notrufnummer 112 bereits. Zum Üben stellte die Referentin ein Telefon zur Verfügung. Die Kinder lernten, welche Angaben im Notfall wichtig sind: was passiert ist, wie viele Personen betroffen sind und wo sich der Einsatzort befindet. Ebenso wurde vermittelt, wie wichtig es ist, nach dem Notruf am Telefon zu bleiben, um mögliche Rückfragen der Leitstelle zu beantworten oder weitere Anweisungen zu erhalten, bis der Rettungsdienst eintrifft.

Der Kurs stieß bei den Kindern auf großes Interesse und vermittelte ihnen auf anschauliche Weise Sicherheit im
Umgang mit Notfallsituationen. Zum Abschluss erhielten alle Teilnehmenden eine Urkunde, die sie stolz
präsentierten.