Winterfreude in den Kitas

„Es schneit, es schneit, kommt alle aus dem Haus!“

Das ist der Titel eines bekannten Kinderliedes, das in diesen Tagen mit Begeisterung gesungen wird.

So manchem Erwachsenen rutscht ein tiefer Seufzer heraus, wenn er morgens nach dem Aufstehen aus dem Fenster schaut und dichtes Schneegestöber mit dicken Flocken erblickt. Das Schneeräumen macht nicht wirklich Spaß, vor allem wenn man an einer Hauptverkehrsstraße räumt und von vorbeifahrenden Fahrzeugen nass gespritzt wird. Die Aussicht auf glatte Straßen und Staus oder die bange Frage, ob der Bus überhaupt fährt, sorgen kaum für Entspannung. Erst auf den zweiten Blick freut man sich über die Schönheit der weißen Landschaft, sofern man einen Sinn dafür hat.

Den Sinn für die Schönheit der weißen Landschaft haben die Kinder unter Umständen auch nicht. Dennoch brechen sie eher in Jubel aus, wenn die ersten Flocken vom Himmel schweben. So jedenfalls in den Brachttaler Kindertagesstätten Schatzkiste und Regenbogen.

Gut, wenn Eltern für passende Outdoor-Klamotten, Schneeanzüge, Mützen und Handschuhe gesorgt haben und die Kinder in ihre Winterstiefel schlüpfen können. Hält der Schnee an, sind sie kaum zu halten und werden nicht Mühe, draußen herumzutoben. Schneemänner werden gebaut und Schnee von hier nach dort gebracht. Die Kinder lassen sich in die weiße Pracht plumpsen und freuen sich an den Spuren, die sie hinterlassen.

Die größte Attraktion sind die sogenannten „Popo-Rutscher“, flexible Kunststoffscheiben mit Haltegriff, auf denen die Kinder bergab rutschen können. Glücklicherweise liegen die Kindergärten am Hang, so dass die Kinder diesen Spaß ohne großen Aufwand und ohne Vorplanung fast jederzeit haben können. Diesen Winter wurde ausgiebig gerutscht in Brachttal.

Während vor dem Zaun auf der Straße der Winterdienst seine Arbeit macht – vielen Dank an die unermüdlichen und fleißigen Helfer, die schon im Einsatz sind, wenn die meisten von uns noch schlafen – gibt es auf dem Kitagelände strahlende Gesichter. Sie strahlen auch noch, wenn die Hände kalt und die Hosen nass geworden sind und die Kinder sich nach dem Winterspaß in ihren Gruppenräumen umgezogen und wieder aufgewärmt haben.