Lasst uns froh und munter sein!
Nikolaustag in den Brachttaler Kindertagesstätten ist aufregend. Für die Kinder, weil sie erwartungsfroh sind und das Besondere dieses Adventstages spüren. Für die Großen, weil sie mit Vorbereitungen beschäftigt sind, damit der Tag in den zehn Kindergartengruppen ein gelungener wird. Für jede Gruppe wurde ein Geschenk vorbereitet: Für die Krümel und Fussel gab es zwei Bücher und Malstifte. Die Goldregengruppe sollte eine Diskokugel für ihre geplante Tanz-Bewegungseinheit bekommen und außerdem Mandalabücher. Für die Piraten kam ein Geschicklichkeitsspiel in den Sack. Ein Krokodilspiel für die Kobolde, bei dem Reaktionsvermögen und starke Nerven gefragt sind. Für die Seifenblasen waren Schleichtiere im Sack, die Sonnenstrahlen durften sich auf ein Spielzelt freuen, die Windräder hatten sich eine Toniefigur gewünscht und für die Regentropfen gab es ebenfalls ein Spiel. Den Grashüpfern bescherte der Nikolaus Zutaten für ein geplantes Experiment. Sie wollten mit ihrer Gruppe Kaltporzellan herstellen und das sollte direkt nach dem Nikolaustag losgehen können.
Eltern hatten Buffetbeiträge mitgegeben. Der Tag begann mit einem festlichen Frühstück in den Gruppenverbänden, während hinter den Kulissen die gefüllten Säcke bereitstanden, gleich neben dem frisch gewaschenen und aufgebügelten Nikolauskostüm.
Von dem heiligen Mann, der Bischof von Myra war, und in seiner Zeit viel Gutes tat, hatten die Kinder jede Menge gehört. So soll er armen Kindern und bedürftigen Familien heimlich Lebensmittel und dringend benötigte warme Kleidung vor die Tür gelegt haben. Der Legende nach hat er einer Familie mit drei Töchtern eine Zukunft ermöglicht, indem er drei goldene Kugeln durch die offenen Fenster der kärglichen Behausung der Familie warf, so dass die Existenz der Mädchen gesichert war.
Kinder wissen, dass Bischof Nikolaus bis heute nicht aufgehört hat, Gutes zu tun und weltweit um den 6. Dezember erscheint. Sie wissen auch, dass Menschen sich als Nikolaus verkleiden, um zu unterstützen. Welcher ist der echte und wo ist jemand verkleidet? Diese Frage lässt sich nicht immer eindeutig beantworten. Sicher ist, dass der echte nicht überall gleichzeitig sein kann. Oder vielleicht doch? Sicher ist auch, dass Erwachsene ihm helfen können. In den Kindertagesstätten gab es eine Reihe von Unterstützern des Nikolaus: Eltern, die in der heimischen Küche Buffetbeiträge herstellten, Erzieherinnen mit der liebevollen Gestaltung des Tages. Alles darauf ausgerichtet, Brachttaler Kindergartenkindern eine Freude zu bereiten.
So ging der Tag nach dem reichhaltigen und leckeren Frühstück spannend weiter. Für die Kinder der Kita Regenbogen gab es einen Film mit einer Nikolausgeschichte im Turnraum. Der lenkte die Kinder ab, während der heilige Mann heimlich seine Gaben vor die Tür legte. Die Dachzwerge haben ihn am Fenster gesehen. Den Grashüpfern hatte er sein Geschenk heimlich im Wald versteckt, doch die Kinder sahen ihn zwischen den Bäumen. Die Kindergartenkinder in der Schatzkiste trafen ihn persönlich, als er die schweren Geschenksäcke herbeischleppte. Es wurden Weihnachtslieder gesungen und Gedichte gesprochen. Der Zauber des Tages war noch bis in den Nachmittag zu spüren, spätestens als begeisterte Kinder ihren Eltern beim Abholen von den Erlebnissen des Vormittags berichteten. Danke lieber Nikolaus! An den echten und an alle seine Helfer!

